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Claudia Tieschky:   Engele

Rowohlt Verlag Berlin - EUR 20,00


Lotte Engele erzählt ihrem Geliebten, den sie unregelmäßig in Berlin trifft, die Geschichte ihrer Mutter und Gro0mutter. Großmutter Ruth geht als 17jährige von Beuthen/Oberschlesien nach Berlin, um dort als Krankenschwester an der Charité   zu arbeiten. Sie führt ein unabhängiges Leben, frei von festen Bindungen, aber auch mit ständig neuen Verehrern. Lotte erinnert sich an ihre Kindheit mit der exzentrischen, dominanten Großmutter Ruth und  der ruhigen, auf geregeltes Äußeres  achtenden Mutter Clara.

In Berlin heiratet ihre Großmutter den Musiker Siegfried.. Mit ihm geht sie nach Süddeutschland. Der Armut der ersten Jahre folgt in den Fünfzigern der relative Wohlstand. Die Idylle währt nur kurz. Vater Siegfried, der als Musiklehrer arbeitet, muss  wegen sexueller Handlungen an Schülerinnen ins Gefängnis. . Dem  totalen finanziellen und gesellschaftlichen Absturz stemmt sich Ruth mit aller Kraft entgegen  und erlebt für sich und ihre Familie ein kleines Wirtschaftswunder. Während Lotte von Ruth erzählt, begreift sie immer besser auch das distanzierte Wesen ihrer Mutter und ihr eigenes unruhiges Leben.

Sinnlich und poetisch erzählt die Autorin von drei Frauen, die uns auf verblüffende Weise zeigen, wie unser Leben, unsere Handlungen mit unseren Vorfahren verbunde3n sind.

Ein kluger, fesselnder Roman, . Wunderbar !


Bitte bald mehr davon!
 

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